Törnführer Ostsee

Törnführer Ostsee

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Häfen: 73

Ankerplätze: 6

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Allgemeines

Guter Wind, Segeln statt sehen und gesehen werden und intakte Natur, das ist das was für die Kenner der nördlicheren Segelreviere die Ostsee ausmacht. Und sie haben Recht: Der Wind weht auch im Sommer zuverlässig, die Küsten sind in vielen Gegenden nur wenig besiedelt und die Natur ist intakt, mit einem häufig kargen, aber ausgesprochen liebenswerten Charme. Die Ostsee ist ein äußerst attraktives Revier für echte Segler: Der Wind macht den Motor nur zum An- und Ablegen nötig, es gibt viele kleine Naturhäfen, und seglerisches Können und gute Seemannschaft zählen mehr als Länge und Ausstattung der Yacht.

Die Ostsee liegt zwischen der Skandinavischen Halbinsel und dem Festland im Norden und Osten Europas. Sie erstreckt sich von Flensburg im Westen bis Sankt Petersburg im Osten und bis zur Grenze zwischen Schweden und Finnland im Norden. Die Ostsee ist ein wichtiger Verkehrsweg für Handel und Fähren und Veranstaltungsort berühmter Segelveranstaltungen wie der Kieler Woche, der Hanse Sail und der Warnemünder Woche.

Die Küsten der Ostsee sind durch die Gletscher der letzten Eiszeit vielfältig gestaltet. Im Bereich der Schwedischen und Finnischen Küsten findet man eine Schärenlandschaft vor, geprägt von zahlreichen, der Küste vorgelagerten kleinen felsigen Inseln mit einer typischen Kuppenform. Weiter südlich, vor allem im Bereich Bornholms, Rügens und der Nordküste Estlands, finden sich Kliffküsten mit teils beeindruckenden Höhen von 60 m. An den westlichen Küsten der Ostsee, insbesondere in Deutschen und Dänischen Gegenden kommen weit in das Land eingschnittene Förden vor.

Im Mittelalter entstand die Hanse, eine Vereinigung von in der Nachbarschaft der Ostsee liegenden Städte, mit dem Zweck, die Überfahrt zu sichern und gemeinsame wirtschaftliche Interessen zu vertreten. Die Hanse brachte den beteiligten Städten großen Reichtum und damit verbunden reichhaltige Bautätigkeiten und Stadtentwicklung. Im zwanzigsten Jahrhundert kam der Bädertourismus hinzu, durch den viele Städte an der Ostseeküste den Status von Heilbädern erreichten. Auch dies führte zu bedeutendem Reichtum und Stadtentwicklungen.

Beide Faktoren, die Hanse und der Bädetourismus, prägen bis heute das Bild vieler Städte an der Ostsee und machen die Ostseeküste zu einem nachgefragten touristischen Ziel. Zusammen mit den vielfältigen Landschaft der oft rauen aber schönen Natur ist die Ostsee vor allem auch ein sehr attraktives Segelrevier. Große maritime Segelveranstaltungen wie die Hanse Sail, die Kieler Woche oder die Warnemünder Woche sind unweigerlich mit der Ostsee verbunden und befeuern den Ruf als attraktives Segelrevier weiter.

Gezeiten sind in der Ostsee vorhanden, durch die schmale Verbindung zur Nordsee jedoch nur sehr schwach ausgeprägt. Der übliche Tidenhub liegt in den meisten Gegenden bei nur wenigen Dezimetern oder sogar darunter. Ausnahmen treten bei Sturm auf, hier können je nach Revier durch den Winddruck teilweise deutlich Verschiebungen der Wassermassen und damit signifikante Wasserstandsänderungen stattfinden. Weitere Details zu den Wasserstandsänderungen bei Sturm finden sich in den weiteren Unterkapiteln dieses Törnführers.

Auch heute ist die Ostsee noch eine wichtige Schifffahrtsroute und bedeutend für den Handel zwischen den Anrainerstaaten und es herrscht viel Schiffs- und Fährverkehr. Zusätzlich wurden in den letzten Jahrzehnten zahlreiche große Brücken gebaut die selbst größere Meeresengen überwinden.

Klima und Wetter

Das Klima der Ostsee ist durch die Ausdehnung des Meeres sehr unterschiedlich. Zusammenfassend läßt sich sagen dass sich das Klima von Südwesten nach Nordosten von gemäßigt nach kontinental bis extrem verändert. So herrscht im Südwesten ein gemäßigtes Klima mit kühlen Wintern und milden Sommern. Die Durchschnittstemperaturen liegen im Sommer bei 14 bis 17 °C, die Wassertemperatur steigt auf bi zu 17 °C, so dass sogar gebadet werden kann.

Nach Norden und Osten hin wird das Klima kontinental mit kalten Wintern mit langen Dauerfrost-Perioden. Teile der Ostsee frieren im Winter regelmäßig zu. Gleichzeitig werden die Sommer kürzer und heißer, so dass die Durchschnittstemperaturen im Sommer mit 17-19 °C sogar über denen im Südwesten der Ostsee liegen.

Einige Gegenden und Inseln, wie zum Beispiel Bornholm und die Dänsiche Südsee, haben ihr eigenes, für die Gegend ungewöhnlich warmes, Mikroklima mit mediterranen Zügen.

Da die Ostsee unter dem Einfluß der Westwindzone liegt, sind Niederschläge ganzjährig häufig und stark ausgeprägt mit hohen Niederschlagsmengen. Die stabilsten Wetterlagen bilden sich im Februar und März mit den wenigsten Regentagen und Niederschlagsmengen. Die höchsten Temperaturen werden gegen Ende des Sommers erreicht.

Törnplanung

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